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Fotografie – ihr Ruf und die Wirklichkeit?

Die Fotografie an sich hat einen guten Ruf. Fotografie ist anerkannt, sowohl als klassisches Handwerk, als auch als künstlerische Tätigkeit und begegnet uns tagtäglich sowie unausweichlich in nahezu sämtlichen Medienformaten.

Dass es in jedem Bereich auch “schwarze Schafe” bzw. Individuen gibt, die ein negatives Licht auf die Sache werfen, ist leider unausweichlich und so trifft das auch auf die Fotografie zu. Vielen Leuten fällt heutzutage gerne der Begriff Paparazzi ein, wenn es um die Reportage aktueller Prominentenleben geht. Spätestens seit der “Jagd” mit anschließendem Unfall von Prinzessin Diana werden diese eher mit Argwohn betrachtet. Allerdings, was wären die heutigen Klatschzeitschriften ohne eben solche Fotografen und was wären die Prominenten ohne sie?

Auch in Bereichen wie der Tierfotografie gibt es Leute, die Tiere “manipulieren”, indem Tiere eingefangen oder Insekten mit Kältespray ruhiggestellt werden. Inwieweit dabei was angebracht und akzeptabel ist, wage ich hier allerdings nicht zu beurteilen. Ähnlich, regelrecht manipulativ, kann es auch im Sport zugehen, wenn bspw. bei Radrennen übereifrige Fotografen den Radfahrern in den Weg springen und die Fahrer möglicherweise auch noch zu Fall bringen.

Wer sich mit der Personenfotografie auseinandersetzt, stößt früher oder später ebenfalls auf gewisse Vorurteile. Das wohl prominenteste Beispiel dafür ist die Auffassung, dass Fotografie (sei es nun Hobby oder Hauptberuf) unausweichlich auch mit Aktfotografie gleichzusetzen ist und diese nur der Fleischbeschauung dient. Weibliche Fotografen werden vermutlich weniger mit solchen “Vorwürfen” konfrontiert, als ihre männlichen Kollegen. Ihren Ursprung hat diese Auffassung wohl in den Trendzeiten, in denen sowohl die Aktfotografie, als auch Fotografie an sich zunehmend praktiziert wurden und Fotografie häufig aus o. g. Gründen betrieben wurde.

Gleichzeitig war/ist die Fotografie natürlich auch ein Mittel, Prominenz zu schaffen. Wer bei wem bereits vor der Kamera stand und andersherum, kann ausschlaggebend für eine möglicherweise glamouröse Zukunft sein. Auch heute, zu Zeiten diverser Internet-Model-Karteien, Model-Agenturen und nicht zuletzt Castingsendungen für angehende Topmodelle, treffen Kalkül und Naivität umso häufiger aufeinander. Die technische Entwicklung und mit ihr dessen Preisgestaltung ermöglicht es heutzutage zudem auch jeder Privatperson ihre – natürlich ausschließlich künstlerisch zu sehenden – Gelüste mit bis zu 24 millionen Pixel zu realisieren.

Was hindert eine selbstbewusste Figur mit einer technisch ausgereiften Ausrüstung also noch an Aussagen wie “Dich bring ich ganz groß raus!”? (und wie sollte das auch besser und schneller gehen, als mit Aktfotografien?)

Irritierend mag dabei allerdings sein, dass zum einen jeder, der hört, dass ein Bekannter fotografisch aktiv ist, direkt (meist kritisch, gerne schelmisch oder aber doch neidisch?) an Aktfotografie denkt und ich persönlich fast immer von Modellen höre “würde ich nie machen”, während auf der anderen Seite sich aber in einschlägigen Fotografie-Portalen hunderte von “Gelegenheitsmodellen” bereits vor dem ersten Kontakt mit einem Fotografen auf selbst gemachten Schnappschüssen (halb-)nackt der Öffentlichkeit präsentieren! Der Anspruch an “Professionalität, Seriösität und Qualität” wird nebenstehend aber besonders hervorgehoben.

Berichte, demnach Fotografen ihren Modellen verbale und manchmal auch tätliche Annäherungen zumuten, tauchen hin und wieder im Internet auf. Eine solche Vorgehensweise ist natürlich, ähnlich dem Überreden der Modelle zu Aktfotografien, unterste Schublade und mit Schuld daran, dass bei vielen Personen auch heute noch ein gewisser Argwohn zur Fotografie besteht.

Wobei, stimmt der letzte Punkt mit der Überredung der Modelle überhaupt? Wenn man sich die o. g. Portale anschaut, benötigt es dieser wohl garnicht erst und in einer vor wenigen Monaten ausgestrahlten Fernseh-Sendung über einen freiberuflichen Fotografen, der (angeblich erfolgreich) Aktofotgrafie für Frauen anbietet, lautete dessen Aussage klar heraus “die meisten wollen überredet werden!”

Letztendlich muss man wohl sehen, dass zur Erstellung niveau-, geschmack- und sinnloser Aufnahmen immer mindestens zwei Personen dazugehören. Eben ein solcher Anspruch an Qualität und Ästhetik sollte jedoch von allen Mitwirkenden, speziell im Personenfotografiebereich, ganz gleich ob im Bereich Akt, Portrait oder Fashion, groß geschrieben werden.

Published by Marcel, on March 27th, 2009. Filled under: Allgemeines | 4 Comments

shooting: melanie

Mit Melanie konnte ich dieses Jahr ein paar neue Ideen und Ansätze ausprobieren. Bin gespannt, wohin es dieses Jahr sonst noch so gehen wird!

Published by Marcel, on March 24th, 2009. Filled under: Shootings | No Comments

shooting: anna

Die Anna ist mein erstes Shooting dieses Jahr gewesen. Noch im frostigen Januar, sind u.a. diese Fotos in Köln entstanden.

Published by Marcel, on March 22nd, 2009. Filled under: Shootings | No Comments

tom

Mit Tom hatte ich ein sehr unterhaltsames Shooting ebenfalls noch 2008. Ein paar Ergebnisse sind seit Längerem auf meiner Seite. Hier nun noch ein paar weitere.

Published by Marcel, on March 7th, 2009. Filled under: Shootings | No Comments

nelö

Die Nele war letztes Jahr schon bei mir und soll hier nun natürlich auch mit ein paar weiteren Ergebnissen aus dem Shooting gezeigt werden.

Published by Marcel, on March 4th, 2009. Filled under: Shootings | No Comments